Ergebnisse Bürgerdialog „Kultur in Jena“

10
Mrz
2016

Am Samstag, dem 12. März 2016, fand im Volksbad der Bürgerdialog „Kultur in Jena“ statt.

Etliche Vertreterinnen und Vertreter der Vereine waren anwesend.

In moderierten Rundtischgesprächen diskutierten Vereine und Bürger die Entwicklungsperspektiven für Kultur in Jena.

Es ging um die Themen „Soziokulturelle Freiräume“, „Visionen“, „Weiterentwicklung bestehender Einrichtungen“ und „Inhaltliche Herausforderungen“.

Die Arbeitsgruppe „Soziokulturelle Freiräume“ besprach die Raumfrage in Jena, insbesondere für soziokulturelle Gruppen, die nur zeitweilig Räume suchen. Besonders kompliziert ist die Lage für Bands, die Probenräume suchen.

Möglichkeiten für neue Räume könnten sich am Kulturbahnhof, am Paradies oder bei den ausziehenden Unikliniken in der Bachstraße und der Westbahnhofstraße bieten.

Die Arbeitsgruppe „Visionen“ beschäftigte sich vielschichtig mit den Zukunftsperspektiven für die Jenaer Kultur. Kritisch angemerkt wurde, dass junge Vereine und Initiativen oft Anlaufschwierigkeiten bei erfolgreichen Finanzierungen haben. Gewünscht wurden umfangreichere Veranstaltungen für Kinder im Vorschulbereich. Hier kam auch die Frage auf, ob es tatsächlich zu wenig Angebote gibt oder ob die Angebote einfach zu schlecht bekannt sind bzw. eine Konkurrenz an Informationskanälen besteht. Zu den Visionen gehörte auch die Frage, inwieweit kulturelle Angebote ein breites Publikum ansprechen sollen und ob sich ein Absinken der Qualität bemerkbar macht.

Als eine Vision wurde angeregt, Unternehmen mehr in die Finanzierung von kulturellen Angeboten einzubeziehen. Die kulturellen Angebote stellen einen wichtigen Standortfaktor für Unternehmen dar und sollten deshalb auch von ihnen gefördert werden. Denkbar wären hier auch Arbeitszeitspenden in Form von Freistellungen von Mitarbeitern für die Unterstützung von Kulturveranstaltungen.

In der Arbeitsgruppe „Inhaltliche Herausforderungen“ wurde nach neuen inhaltlichen Orientierungen gesucht. Hinterfragt wurde dabei das Konzept der Themenjahre. Am Beispiel des Romantikjahrs wurde aufgezeigt, dass es einen generellen Trend hin zu einer stärkeren Wahrnehmung und Priorisierung von Events gibt, was die Wahrnehmung laufender Angebote und auch den Besuch bestehender Institutionen mit Dauerangeboten, etwa das Romantikerhaus, schmälert.

Was fehlte, war – trotz Aufstellung der gegenwärtigen Finanzierung – eine Arbeitsgruppe „Finanzierung“, in der man die Frage der aktuellen Förderungen und notwendigen Veränderungen hätte diskutieren können.