Coronavirus

Die Kulturberatung Jena: Ansprechpartner in der Krise

Die Kulturberatung Jena bleibt weiterhin besetzt und ist für Sie da, telefonisch unter 03641 63929 24 und per Mail an dathe@buergerstiftung-jena.de. Bitte machen Sie für eine ausführliche Beratung vorab einen Termin per Email aus.

Empfehlenswerte Online-Veranstaltungen zum Thema Corona

  • Haus des Stiftens: Im Zeitraum vom 10. Juni- 15. Juli mehrere kostenfreie Webinare zu Datenschutz-Themen, Videokonferenzen, Web-Applikationen aber auch Chancen für die Zukunft. Infos und Anmeldung
  • Das Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft des Bundes bietet jeden Freitag im Juni 18:00 – 18:30 eine Live-Schalte auf ihren Social-Media-Kanälen zum Austausch mit Expert*innen rund um das Thema Corona und die Kultur- und Kreativwirtschaft. Infos
  • Das Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft des Bundes bietet jeden Mittwoch im Juni 18:00 – 19:00 eine Live-Schalte auf ihren Social-Media-Kanälen zum Thema „Die gute Idee“ – Gäste erzählen von ihren Projekten, die in und teilweise sogar durch die Krise entstanden sind. Infos

Aktuelles

  • Informationen zu Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen gegen Corona-Ausfall haben wir auf der Webseite der IHK Gera gut zusammengefasst entdeckt: Dort, wo der Betrieb weiterhin durch Verbote oder hohe Auflagen verunmöglicht oder eingeschränkt ist, werden neue Überbrückungshilfen gewährt.
    Ein dort verlinktes Eckpunkte-Papier (PDF) vom Bundesminsterium für Finanzen fasst die Regelungen zusammen:

    • Antragsberechtigte: (kleinere) Unternehmen und Organisationen, sowie Selbstständige; die durch die Krise starke Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben; außerdem gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die „dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind“
    • Antragsfrist ist der 31. August 2020 und Auszahlungsfrist der 30. November 2020
    • U.a. förderfähige Kosten: Mieten; Zinsen für Kredite; Ausgaben für Strom, Wasser, Gas; Grundsteuern; Lizenzgebühren; Versicherungen und andere feste Ausgaben; Kosten für Azubis; sowie Personalaufwendungen, die nicht vom Kurzarbeitergeld erfasst sind
    • Je nach Höhe der Umsatzeinbrüche werden bis zu 80% der Fixkosten für maximal drei Monate erstattet
  • Die Stadt Jena hat einen Leitfaden für Veranstaltungen und Versammlungen erlassen. Darin ist grundsätzlich geregelt, welche Veranstaltungen erlaubt und welche verboten sind. Die Veranstaltungen, die erlaubt sind, sind an bestimmte Bedingungen geknüpft. Dieser Leitfaden ist bis zum 15. Juli gültig und ist anzuwenden für alle Veranstaltungen, die in diesem Zeitraum stattfinden. Verboten bleiben weiterhin Tanzvergnügen und kulturelle Veranstaltungen ohne Sitzcharakter sowie Volksfeste. Hinweisen möchten wir insbesondere auf die Punkte 2 und 3 des Leitfadens, die die Durchführung öffentlicher Veranstaltungen (2) sowie Versammlungen (3) regeln. Kern aller Genehmigungen ist das vorgelegte Konzept zum Infektionsschutz, das neben der Markierung von Abständen auch das Führen einer Kontaktliste beinhalten muss. Zum „Leitfaden für Veranstalter und Veranstaltungen in Jena
  • Veranstaltungsabsagen – Gesetzgeber unterstützt Vereine: Seit dem 20. Mai ist das „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Covid-G19-Pandemie im Veranstaltungsvertragsrecht“ in Kraft, dass es Veranstaltern ermöglicht, statt einer Rückzahlung von Eintrittsgeldern auch Gutscheine auszustellen. Mehr Infos

Hinweise zu Aktionen und Maßnahmen für Kulturschaffende und Künstler in Thüringen

1. Bundeshilfen

Alle Maßnahmen der Bundesregierung für Künstler und Kreative sind auf folgender Internetseite zusammengefasst:
www.bundesregierung.de

Die Bundesregierung hat am 23. März 2020 Soforthilfen für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten und Freiberufler beschlossen. Sie werden als Zuschüsse gezahlt, die nicht zurückgezahlt werden müssen.
Im Einzelnen ist vorgesehen: bis 9.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten, bis 15.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten. Dieses Programm kann auch von Vereinen in Anspruch genommen werden.

2. Hilfen vom Land Thüringen

Die Thüringer Landesregierung hat ein Soforthilfeprogramm für kleine Unternehmen aufgelegt. Seit 23.03. können Anträge bei der Thüringer Aufbaubank gestellt werden. Das Soforthilfeprogramm ist ausschließlich auf Antragsteller beschränkt, die durch die Corona-Krise in eine wirtschaftliche Notlage gekommen sind. Antragsberechtigt sind im Haupterwerb tätige gewerbliche Unternehmen (inkl. Einzelunternehmen) und wirtschaftsnahe freie Berufe und die Kreativwirtschaft. Vereine sind ab jetzt auch antragsberechtigt. Die Hilfen können ab kommender Woche (6.4.) bei der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GfAW) beantragt werden: www.gfaw-thueringen.de

3. Maßnahmen von JenaKultur

3.1. Institutionelle Förderung

Mit allen Vereinen, die eine institutionelle Förderung erhalten, setzt sich Katrin Richter in der nächsten Zeit in Verbindung, um die individuelle Situation in Erfahrung zu bringen und die Bedarfe zu erfassen. Dazu wird ein Fragebogen erstellt und verschickt.

3.2. Projektförderung (bewilligte Projekte)

Grundsätzlich sind die bis zu einem möglichen Projektabbruch entstandenen Kosten zuwendungsfähig, auch wenn vorgesehene Veranstaltungen nicht stattfinden können. Die Projektträger müssen jedoch alle Anstrengungen unternehmen, um die Ausgaben nach der Absage so gering wie möglich zu halten. Wenn Sie Ihre Veranstaltungen verschieben können, werden wir durch Verlängerungen von Bewilligungszeiträumen versuchen, dies möglich zu machen.
Wenn Sie absehen können, wie groß die Verschiebungen in den Kosten- und Finanzierungsplänen sein werden, möchten wir Sie darum bitten, wie üblich bei einer Über- oder Unterschreitung von mehr als 20%, einen aktualisierten Kosten- und Finanzierungsplan einzureichen.

3.3. Projektförderung (zukünftige Projekte)

Aufgrund der zu erwartenden finanziellen Unwägbarkeiten nimmt JenaKultur bis auf weiteres keine Anträge auf Förderung von Projekten an.
In den letzten Wochen eingereichte Projektanträge können im Moment aufgrund der ruhenden Gremienarbeit nicht bearbeitet und entschieden werden. Für sie gilt eine zeitliche und finanzielle Nachrangigkeit zu bereits bewilligten Projekten.
Diese Reglung erstreckt sich sowohl auf die Allgemeine Projektförderung als auch auf die Innovationsförderung.

4. Künstlersozialkasse

Die KSK gewährt Versicherten auf Antrag Zahlungserleichterungen bzw. Zahlungsaufschub. Wer sein Einkommen aufgrund von Einbrüchen durch Absagen o.ä. nach unten korrigieren muss, sollte dies bei der KSK anzeigen (zum Formular). Auch wenn dadurch das geschätzte Jahreseinkommen unter der Mindestgrenze von 3.900 Euro liegt, gewährt die KSK weiterhin Versicherungsschutz.
Zum Formular für eine Änderung hier klicken.

5. Dokumentationspflicht

Um Anspruch auf Einnahmeausfall zu haben, ist es wichtig, alle Einbußen zu dokumentieren:

  • Konzert- und Veranstaltungsausfälle: Dokumentieren Sie, welche Veranstaltungen nicht stattfinden konnten (z.B. durch Markierung im Monatsprogramm). Notieren Sie alle Schäden, die entstanden sind: Höhe der Einnahmeausfälle, zusätzliche Kosten durch Mieten oder Ausfallhonorare, Fixkosten usw.
  • Seminare, Kurse und Workshops: Dokumentieren Sie, welche Seminare, Kurse und Workshops nicht stattfinden konnten. Notieren Sie die Schäden, die entstanden sind, z.B. Wegfall von Kursgebühren, Wegfall von Auftrittsmöglichkeiten, zusätzliche Anmietung von Räumen usw.

6. Hinweise für Vereine (entnommen aus dem Vereinsbrief www.vereinsknowhow.de)

  • In der Corona-Krise kostenfrei und ohne Satzungsänderung (Stichwort: Corona-Gesetz) möglich: Online-Wahlen per Mail oder in digitalen Mitgliederversammlungen, empfohlen wird das digitale Tool VOXR, das aktuell wegen Corona kostenlos ist.
  • Es werden jetzt deutlich mehr Online-Seminare für Vereine angeboten, alle für vergünstigte 29 Euro pro Person, zu Themen wie Buchführung, Umsatzsteuerbefreiung oder Steuererklärung. Infos und Anmeldung
  • Aussetzung der Mietzahlungen: Nach dem Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht vom letzten Freitag ist die Möglichkeit, einen Mietvertrag zu kündigen, weil der Mieter fällige Mietzahlungen nicht geleistet hat, vorübergehend eingeschränkt. Das gilt auch für Vereine und gemeinnützige Einrichtungen. Der Mieter kann danach die Mietzahlung vom 1. April bis zum 30.06.2020 aussetzen, ohne dass der Vermieter aus diesem Grund den Mietvertrag kündigen kann. Die Regelung gilt für Wohnraummietverträge ebenso wie für Gewerbeimmobilien (Grundstücke und Räume). Die Miete bleibt aber geschuldet. Sie muss (mit Verzugszinsen) nachgezahlt werden.
  • Das Bundesfinanzministerium hat steuerliche Maßnahmen zur Förderung der Hilfe für von der Corona-Krise Betroffene beschlossen. Das gilt insbesondere bei Spenden und der Mittelverwendung:
    • Nach der geltenden Regelung des § 50 Abs. 4 und 5 Einkommensteuer-Durchführungsverordnung (EStDV) ist bei Zuwendung zur Hilfe in Katastrophenfällen bei Spenden auf Sonderkonten der vereinfachte Zuwendungsnachweis möglich. D.h. statt einer formellen Zuwendungsbestätigung genügt ein Überweisungs- oder Einzahlungsbeleg.
      Diese Regelung wird auch für Spenden zur Coronahilfe angewendet.
    • Gemeinnützige Einrichtungen sind bei der Verwendung ihrer Mittel grundsätzlich an die eigenen Satzungszwecke gebunden. Im Rahmen der Coronahilfe wären das vor allem die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und mildtätige Zwecke. Diese Einschränkung hebt das Bundesfinanzministerium für die Coronahilfe auf.
      Mildtätige Zwecke liegen hier vor, wenn Menschen unterstützt werden, die körperlich hilfsbedürftig oder wirtschaftlich in Not geraten sind.
      Auch gemeinnützige Einrichtung ohne entsprechende Satzungszwecke dürfen Mittel, die sie im Rahmen einer Sonderaktion für die Hilfe für von der Corona-Krise Betroffene erhalten haben, ohne entsprechende Änderung ihrer Satzung für den angegebenen Zweck selbst verwenden.

7. Sonderförderprogramm Fonds Soziokultur

Der Fonds Soziokultur legt zusätzlich mit „Inter-Aktion“ aufgrund der Corona-Krise ein Sonderförderprogramm mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 250.000 Euro auf. „Inter-Aktion“ zielt auf die Förderung von gemeinnützigen Einrichtungen in freier Trägerschaft, die besondere Formate in „kontaktfreien“ Zeiten entwickeln möchten. Die maximale Fördersumme pro Projekt beträgt 5.000 EUR. Anträge können ab sofort eingereicht werden. Der Projektbeginn darf frühestens ab 11. Mai 2020 sein.
Antragschluss: 2. Mai
Antragstellung und Informationen

8. Hilfsprogramm für Musiker*innen der Initiative Musik gGmbH

Im Mittelpunkt dieses Programms stehen in Deutschland lebende professionelle Musiker*innen in finanzieller Notlage – aus den Bereichen Rock, Pop, Jazz, Hip-Hop, Metal, experimentelle und elektronische Musik. In der ersten Phase des Hilfsprogramms geht es um die fehlenden Einnahmen aus Auftritten in der Zeit vom 13. März bis Ende Mai 2020. Die Musiker*innen müssen für diesen Zeitraum mindestens 5 ausgefallene Shows nachweisen. Die Höhe des Zuschusses aus dem Hilfsprogramm soll 1.000 Euro pro Musiker*in betragen. Onlineanträge sind auf der Website der Initiative Musik voraussichtlich ab Ende April 2020 möglich. Die ersten Zuschüsse werden voraussichtlich ab Anfang Mai 2020 überwiesen.
Alle Infos

10. Unterstützung für freie Orchester und Ensembles

Um künstlerisches Arbeiten auch während der Corona-Krise zu ermöglichen, hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters ein einmaliges Hilfsprogramm aufgelegt. Bis zu 5,4 Millionen Euro stehen in diesem Rahmen an Soforthilfen für freie Orchester und Ensembles zur Verfügung.
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9. Weitere Links